
Der Online-Immobilien-Makler Redfin gestaltete seine Website neu. Nach der Umgestaltung der Webpage sollen nun mehr aktuelle Daten und Fotos von kürzlich verkauften Objekten als auch Links zu Blog Diskussionen angezeigt werden. Das in Seattle ansässige Start-Up repräsentiert sowohl Käufer als auch Verkäufer in Wohnimmobilientransaktionen für 5-6 Prozent des Verkaufspreises, der zwischen kaufenden und verkaufenden Makler geteilt wird. Auf der Käuferseite erstattet das Portal 5 Prozent der erhaltenen Gebühren zurück an den Käufer. Auf der Verkäuferseite wird pauschal ein Betrag zwischen 5000 und 7000 Dollar berechnet. Die normalen Maklergebühren beim Kauf eines 1 Million Dollar Hauses belaufen sich auf bis zu 60.000 Dollar, so dass die Einsparungen für den Verbraucher sehr wohl von Bedeutung sind.
Mit 9,6 Millionen zusätzlichen Fotos zu den 1,4 Millionen letzten Immobilienverkäufen ist die gesamte Menge an Daten und Fotos bei Redfin um 340% gestiegen. Die Kunden haben somit eine geballte Menge an Zusatzinformationen im Vorfeld des Immobilienkaufs gewonnen. Nach dem Upgrade erhalten Nutzer von Redfin schon nach 15 Minuten nach dem Verkauf eines Hauses Zugang zu Objekt- sowie Ausstattungsinformationen und Bildern. Redfin nutzt hierbei Mashups objektspezifischer Daten mit öffentlichen Angaben, so dass der potentielle Käufer eines Eigenheims einen umfassenden Überblick zur Geschichte der Immobilie erhält.
Die neue Version der Website verlinkt nun auch automatisch Webseiten, die ein Objekt betreffen, mit Blog Beiträgen zu diesem Objekt. Für registrierte Nutzer zeigt Redfin einen Link zu dem Blog-Post mit dem Post-Titel und einer kurzen Zusammenfassung an, für nicht registrierte User ist nur der Link zu dem Blog-Post sichtbar. Zusätzlich hat Redfin auch eine neue Version seiner iPhone-Anwendung eingeführt, die neue verbesserte Suchfilter enthält. Man kann u.a. nach dem Hausbaudatum oder dem Tag, seit dem das Objekt auf dem Markt angeboten wird, suchen. Ebenfalls ist es nun möglich, bestimmte Immobilienarten in den Suchergebnissen auszuschließen.
Die Möglichkeit, letzte Verkaufsdaten zu veröffentlichen und Links zu Blogs auf der Homepage zu integrieren, ist Resultat eines Rechtsstreits, der zwischen dem US-amerikanischen Nationalverband der Immobilienmakler (National Association of Realtors) und dem Justizministerium geführt wurde. In dessen Folge dürfen Online-Makler Informationen im Internet veröffentlichen, die ein Immobilienmakler bisher auch in einem persönlichen Gespräch mit einem Kunden teilen durfte. Das Ergebnis des Rechtsstreits war ein bedeutender Schritt für die Immobilienbranche in den USA.